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Alarmsignale für einen Vitamin-D-Mangel

Sorge in der dunklen Jahreszeit gut für dich, damit es nicht zu einem Vitamin-D-Mangel kommt.

Jede Zelle deines Körpers hat einen Rezeptor für Vitamin D. Darum ist es eher ein Hormon als ein Vitamin.

Es ist wichtig, dass du jeden Tag genügend Vitamin D zu dir nimmst. Denn es spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit, z. B. bei der Hormonregulierung, der Erhaltung der Knochengesundheit und der Stärkung des Immunsystems.

Eine ausreichende Menge an Vitamin D kann bei vielen Menschen durch 15-30 Minuten Sonneneinstrahlung erreicht werden. Aber nur im Sommer. Im Winter ist die Sonne dafür nicht mehr stark genug.

In unserer Nahrung kommt Vitamin D leider nur sehr selten vor. Die beste Quelle ist fetter Fisch.

Die meisten Menschen brauchen 800-1000 IE Vitamin D pro Tag. Untersuchungen zeigen, dass du mit dieser Dosis den Idealwert im Blut, nämlich “zirkulierende 25(OH)D-Konzentrationen” von mindestens 50 nmol/l  erreichen kannst, was präventive Vorteile für deine Gesundheit verspricht (1).

Aber manche Menschen brauchen mehr. Dazu gehören Menschen mit dunkler Haut, Erwachsene über 50, Menschen und Menschen mit Erkrankungen, die die Fettaufnahme (z.B. aufgrund einer Darmerkrankung) einschränken.

Vitamin-D-Mangel geht  mit einer Reihe von Symptomen einher, von Müdigkeit über Muskelschmerzen bis hin zu Haarausfall und Stimmungsschwankungen.

Die wichtigsten Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel

Die Hinweise auf einen Vitamin-D-Mangel sind vielschichtig und am Anfang eher diffus. Wegen der Häufigkeit von Vitamin-D-Mangel ist es wichtig, die Anzeichen für einen Mangel zu erkennen.

1. Müdigkeit

Menschen mit einem sehr niedrigen Vitamin-D-Spiegel können unter Müdigkeit leiden, wie Untersuchungen zeigen (2).  Manchmal kann diese Müdigkeit ziemlich schwerwiegend sein.

2. Muskelschwäche und -schmerzen

Einige Studien deuten darauf hin, dass ein Vitamin-D-Mangel zu Muskelschmerzen und -schwäche beitragen kann (3). Wenn du unter starken Muskelschmerzen leidest und dir die Ursache nicht klar ist, solltest du mit einem Arzt sprechen.

3. Haarausfall

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann zu Haarausfall und einem verlangsamten Haarwachstum führen, weil die Follikel verkümmern (4).

Eine Studie an Menschen mit Alopecia areata zeigte, dass ein niedrigerer Vitamin-D-Blutspiegel tendenziell mit einem stärkeren Haarausfall verbunden war (5).

Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass Haarausfall in den meisten Fällen nicht auf einen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen ist. Häufiger ist der Haarausfall auf Hormone, Genetik, Schwangerschaft, Traumata oder Operationen zurückzuführen.

4. Du wirst häufig krank

Vitamin D ist ein wichtiger Faktor für ein gesundes Immunsystem. Einige Untersuchungen zeigen, dass ein Vitamin-D-Mangel mit einem schwächeren Immunsystem einhergeht. Erwachsene mit niedrigem D-Spiegel werden eher von Erkältung, Husten oder einer Infektion der oberen Atemwege heimgesucht (6).

Wenn du also häufig krank wirst, solltest du daran denken, dass du einen Vitamin-D-Mangel haben könntest.

5. Knochenschmerzen

Unser Körper braucht Vitamin D, um Calcium aufzunehmen. Ohne Vitamin D können Osteoporose, Knochenschmerzen, Osteomalazie (weiche Knochen) und andere Probleme des Skeletts, des Bindegewebes und der Muskeln auftreten. Das kann sich in Knochenschmerzen äußern (7).

6. Stimmungstiefs

Niedrige Vitamin-D-Werte in den Wintermonaten haben einen Einfluss auf unsere Stimmung, wie eine Langzeitstudie mit 80 älteren Menschen zeigte: die Senioren mit dem höchsten Vitamin-D-Mangel waren 11 mal anfälliger für Depressionen.(8

Neben älteren Menschen gehören vor allem Jugendliche, Übergewichtige und Menschen mit chronischen Krankheiten (z. B. Diabetes) zu den Risikogruppen für Vitamin-D-Mangel. Interessanterweise sind es dieselben Gruppen, die auch ein Risiko für Depressionen haben (9).

7. Hautprobleme

Solltest du Hautprobleme wie Akne oder Neurodermitis haben, so prüfe deine Vitamin D-Versorgung. Denn Vitamin D ist wichtig, damit die Zellen sich erneuern und korrekt teilen können. Es stimuliert zudem die T-Zellen, um Infektionen, wie beispielsweise Akne-Bakterien zu bekämpfen und lindert Entzündungen wie Dermatitis (10)

Du vermutest einen Vitamin-D-Mangel?

Wenn du Sorge hast, ob du einen Vitamin-D-Mangel hast, solltest du einen Arzt aufsuchen. Er kann deinen Vitamin-D-Spiegel im Blut ermitteln. Du kannst deine Vitamin-D-Versorgung aber auch schnell und bequem mit einem Test-Kit aus der Apotheke messen. Ein 25(OH)D-Wert von mindestens 50 nmol/l sollte dein Ziel sein, denn er bringt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen präventive Vorteile für Deine Gesundheit.

Bei einem Vitamin D-Mangel solltest du zusammen mit einem Arzt die beste Dosis für deinen Körper ermitteln. Bis zu 4.000 Einheiten Vitamin D pro Tag können über einen Zeitraum von 2-4 Wochen als Anfangstherapie sinnvoll sein. Eine genaue Dosierung sollte aber stets dein Arzt mit dir festlegen.

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