sri-81-shatavari-das-sagen-wissenschaftliche-studien-zu-dem-wurzelextrakt

Was zeigen fünf klinische Studien zu Wechseljahren, sexuellem Wohlbefinden, Stillzeit und PCOS?

Shatavari (Asparagus racemosus) hat eine lange Tradition in der ayurvedischen Pflanzenkunde, insbesondere im Zusammenhang mit der Gesundheit von Frauen. Heute untersuchen klinische Studien, welche dieser traditionellen Anwendungen sich wissenschaftlich nachvollziehen lassen.

SRI-81™ ist ein standardisierter Shatavari-Wurzelextrakt. Zu seinen charakteristischen Pflanzenstoffen gehören die Shatavarine, eine Gruppe von Saponinen. Der in den Studien eingesetzte Extrakt enthält über 10 % Gesamtshatavarine, bestimmt mittels HPLC – einem Verfahren zur präzisen Analyse von Inhaltsstoffen. Beschreibung des Studienextrakts

Fünf veröffentlichte klinische Studien untersuchten den Extrakt in unterschiedlichen Lebensphasen und Anwendungsbereichen. Alle waren randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert: Die Teilnehmerinnen wurden nach dem Zufallsprinzip eingeteilt; während der Untersuchung wussten weder sie noch das betreuende Studienteam, wer welches Präparat erhielt.

Hier betrachten wir den Aufbau der Studien, ihre wichtigsten Ergebnisse und deren Bedeutung.

STUDIE 1 – Sexuelles Wohlbefinden

Ademola J. et al. (2026), Effects of Shatavari (Asparagus racemosus) Root Extract on Sexual Wellness in Women: Findings from a Prospective, Randomized, Double-Blind, Three-Arm, Parallel-Group, Placebo-Controlled Study, International Journal of Women’s Health, 18:561213.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

135 Frauen wurden für acht Wochen auf drei Gruppen verteilt:

  • 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt täglich.
  • 300 mg Shatavari plus 250 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt täglich.
  • Ein Placebo.

127 Teilnehmerinnen schlossen die Studie ab und gingen in die Auswertung nach Studienprotokoll ein.

Welche Wirkungen wurden untersucht?

Im Mittelpunkt stand der Female Sexual Function Index, kurz FSFI. Dieser Fragebogen erfasst sexuelles Verlangen, Erregung, Lubrikation, Orgasmus, Zufriedenheit und Schmerzen. Zusätzlich wurden unter anderem die mit Sexualität verbundene Belastung, Stimmung und Schlafqualität untersucht.

Was wurde festgestellt?

Verbesserte sexuelle Funktion und Zufriedenheit

Shatavari allein verbesserte nach acht Wochen den FSFI-Gesamtwert gegenüber Placebo signifikant (p = 0,025). Besonders deutlich war der Unterschied bei der sexuellen Zufriedenheit (p < 0,0001).

Weniger sexualitätsbezogene Belastung

Auch die entsprechende Belastungsskala verbesserte sich gegenüber Placebo (p = 0,008).

Die Ergebnisse sprechen für ein Potenzial beim sexuellen Wohlbefinden. Allerdings waren nicht alle Einzelbereiche unter Shatavari allein gegenüber Placebo signifikant verbessert. Weitergehende Ergebnisse der Kombination mit Ashwagandha lassen sich nicht dem Shatavari-Extrakt allein zuschreiben. Zur Originalstudie

STUDIE 2 – Milchbildung in der frühen Stillzeit

Ajgaonkar A. et al. (2025), Shatavari (Asparagus racemosus Willd) root extract for postpartum lactation: A randomised, double-blind, placebo-controlled study, Journal of Obstetrics and Gynaecology, 45(1):2564168.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

120 Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren wurden nach einer unkomplizierten vaginalen Geburt oder einem Kaiserschnitt aufgenommen. Sie erhielten über 72 Stunden entweder Shatavari-Wurzelextrakt oder Placebo.

Die Veröffentlichung nennt 300 mg zweimal täglich, entsprechend 600 mg pro Tag. 113 Frauen schlossen die Studie ab: 57 in der Shatavari- und 56 in der Placebogruppe.

Welche Wirkungen wurden untersucht?

Erfasst wurden die abgepumpte Milchmenge nach 72 Stunden, die Zeit bis zur wahrnehmbaren Brustfülle nach dem letzten Stillen und die Zufriedenheit der Mütter mit der Laktation.

Was wurde festgestellt?

Höhere Milchmenge

Nach 72 Stunden war die gemessene Milchmenge in der Shatavari-Gruppe signifikant höher als unter Placebo (p < 0,001).

Früher wahrnehmbare Brustfülle

Die Zeit bis zur wahrnehmbaren Brustfülle nach dem Stillen war kürzer (p = 0,002).

Höhere Zufriedenheit

Der berichtete Anteil zufriedener Mütter betrug 52,63 % gegenüber 25,00 % unter Placebo (p = 0,008).

Während der Untersuchung wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet. Die Ergebnisse betreffen jedoch ausschließlich die ersten drei Tage nach der Geburt; langfristige Auswirkungen wurden nicht geprüft. Zur Originalveröffentlichung

STUDIE 3 – Beschwerden in der Perimenopause

Mahajan S. et al. (2025), Efficacy and Safety of Shatavari (Asparagus racemosus) Root Extract for Perimenopause: Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study, International Journal of Women’s Health, 17:4057–4073.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

80 Frauen mit perimenopausalen Beschwerden wurden auf zwei Gruppen verteilt. Sie nahmen acht Wochen lang entweder täglich 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt oder Placebo ein.

73 Frauen schlossen die Studie nach Protokoll ab: 37 in der Shatavari- und 36 in der Placebogruppe.

Welche Wirkungen wurden untersucht?

Standardisierte Fragebögen erfassten Wechseljahresbeschwerden, Lebensqualität, Stimmung und wahrgenommenen Stress. Zusätzlich wurden Hormonwerte und Laborparameter zur Verträglichkeit untersucht.

Was wurde festgestellt?

Verbesserungen bei Wechseljahresbeschwerden

Die Forschenden berichteten signifikante Verbesserungen auf der Menopause Rating Scale, die körperliche, psychische und urogenitale Beschwerden erfasst.

Weniger Stress und Hitzewallungen

Die Stresswerte verbesserten sich nach acht Wochen signifikant (p < 0,0001). Auch bei Hitzewallungen fiel die Verbesserung unter Shatavari stärker aus als unter Placebo (p = 0,002).

Verbesserung bei Müdigkeit

Nach acht Wochen zeigte sich zudem ein signifikanter Vorteil beim untersuchten Müdigkeitswert (p = 0,019).

Die Ergebnisse liefern Hinweise auf eine mögliche Unterstützung während der Perimenopause. Beobachtete Veränderungen einzelner Hormonwerte belegen allerdings keine allgemeine „Normalisierung des Hormonhaushalts“. Zur Originalveröffentlichung

STUDIE 4 – Wechseljahresbeschwerden und Hitzewallungen

Ademola J. et al. (2025), Efficacy and safety of Shatavari root extract (Asparagus racemosus) for menopausal symptoms: a randomized, double-blind, three-arm, placebo-controlled study, Frontiers in Reproductive Health, 7:1654503.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

135 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren erhielten acht Wochen lang täglich entweder 300 mg Shatavari, eine Kombination aus 300 mg Shatavari und 250 mg Ashwagandha oder Placebo. 125 Teilnehmerinnen schlossen die Studie nach Protokoll ab.

Welche Wirkungen wurden untersucht?

Hauptziel war die Veränderung der Wechseljahresbeschwerden auf der Menopause Rating Scale, kurz MRS. Zusätzlich wurden unter anderem Hitzewallungen, Stress, Stimmung und Hormonwerte erfasst.

Was wurde festgestellt?

Deutliche Abnahme des Beschwerdewertes

Unter Shatavari allein sank der MRS-Gesamtwert durchschnittlich um 13,07 Punkte, unter Placebo um 3,26 Punkte. Der Unterschied war signifikant (p < 0,0001).

Die Abnahme unter Shatavari entsprach rund 45 % gegenüber dem eigenen Ausgangswert. Diese Prozentzahl bezeichnet keine Verbesserung um 45 % gegenüber Placebo.

Verbesserung bei Hitzewallungen

Auch der erfasste Hitzewallungswert verbesserte sich unter Shatavari stärker als unter Placebo (p = 0,002).

Die Befunde sprechen für ein Potenzial bei Wechseljahresbeschwerden. Bei Stress und dem Gesamtwert des Stimmungsfragebogens zeigte Shatavari allein dagegen keinen signifikanten Vorteil gegenüber Placebo. Originalstudie

STUDIE 5 – Untersuchung bei Frauen mit PCOS

Mhatre Y. et al. (2026), Efficacy and safety of Shatavari root extract in women with Polycystic Ovarian Syndrome: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial, Frontiers in Endocrinology, 17:1769773.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

70 Frauen im Alter von 20 bis 40 Jahren mit diagnostiziertem polyzystischem Ovarialsyndrom, kurz PCOS, erhielten zwölf Wochen lang täglich 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt oder Placebo. 66 Teilnehmerinnen schlossen die Untersuchung ab.

Welche Wirkungen wurden untersucht?

Per Ultraschall wurden Eierstockvolumen, Follikelzahl und Dicke der Gebärmutterschleimhaut untersucht. Zusätzlich erfassten die Forschenden Stress, Körpergewicht sowie Hormon- und Stoffwechselwerte.

Was wurde festgestellt?

Veränderungen bei ausgewählten Ultraschallbefunden

Unter Shatavari sank die Follikelzahl stärker als unter Placebo (p < 0,0001). Die Dicke der Gebärmutterschleimhaut nahm stärker zu (p = 0,028).

Weniger wahrgenommener Stress

Auch der Stresswert verbesserte sich gegenüber Placebo signifikant (p < 0,0001).

Beim Eierstockvolumen, den Hormonwerten und den untersuchten Stoffwechselparametern bestanden hingegen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.

Die Studie liefert erste Hinweise auf Veränderungen einzelner PCOS-bezogener Messwerte. Daraus lässt sich weder eine nachgewiesene Verbesserung der Fruchtbarkeit noch eine gesicherte Behandlung von PCOS ableiten. Zur Originalstudie

Was bedeuten diese Ergebnisse für die Einordnung von SRI-81™?

Die fünf Veröffentlichungen machen nachvollziehbar, in welchen Bereichen SRI-81™ klinisch untersucht wurde und wo sich Vorteile gegenüber Placebo zeigten. Besonders relevant ist dabei, dass ein definierter, standardisierter Extrakt, SRI-81 Shatavari® geprüft wurde: Ergebnisse zu diesem Extrakt lassen sich nicht automatisch auf jedes Shatavari-Pulver oder jede andere Zubereitung übertragen.

Ebenso entscheidend sind die untersuchte Zielgruppe, die Dosierung und die Einnahmedauer. Die Studien liefern vielversprechende Hinweise, haben aber begrenzte Teilnehmerzahlen und kurze Beobachtungszeiträume. Sie belegen keine garantierte Wirkung bei jeder Frau.

Häufige Fragen zu SRI-81™ Shatavari und den Studien

Was ist SRI-81™ Shatavari?

SRI-81™ ist ein standardisierter Extrakt aus der Wurzel der Pflanze Asparagus racemosus, auch Shatavari genannt. Er enthält über 10 % Gesamtshatavarine – charakteristische Pflanzenstoffe, deren Gehalt mittels HPLC bestimmt wird. Dieser definierte Extrakt wurde in den hier vorgestellten klinischen Studien untersucht.

Welche wissenschaftlichen Studien gibt es zu SRI-81™?

Der Artikel stellt fünf veröffentlichte klinische Studien vor: zu sexuellem Wohlbefinden, Milchbildung nach der Geburt, perimenopausalen Beschwerden, Wechseljahresbeschwerden und PCOS. Alle fünf Untersuchungen waren randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert.

Was zeigen die Studien zu Shatavari in den Wechseljahren?

Die Studien zur Perimenopause und zu Wechseljahresbeschwerden zeigten Verbesserungen bei bestimmten Beschwerden und Hitzewallungen. In der Menopausestudie sank der Gesamtwert der Wechseljahresbeschwerden unter Shatavari nach acht Wochen um rund 45 % gegenüber dem Ausgangswert. Auch gegenüber Placebo war die Abnahme signifikant. Nicht alle untersuchten Messwerte verbesserten sich jedoch stärker als unter Placebo.

Kann Shatavari das sexuelle Wohlbefinden unterstützen?

Eine achtwöchige Studie liefert Hinweise darauf. Unter Shatavari allein verbesserten sich der Gesamtwert der sexuellen Funktion, die sexuelle Zufriedenheit und die sexualitätsbezogene Belastung gegenüber Placebo. Für sämtliche Einzelbereiche, etwa sexuelles Verlangen oder Orgasmus, wurde jedoch kein durchgängiger Vorteil von Shatavari allein nachgewiesen.

Welche Dosierung wurde in den Studien untersucht?

In vier der fünf Studien wurden täglich 300 mg Shatavari-Wurzelextrakt eingesetzt. Die Studie zur Milchbildung nennt 300 mg zweimal täglich, also insgesamt 600 mg pro Tag. Diese Angaben beschreiben die Studienbedingungen und sind keine individuelle Einnahmeempfehlung.

Wie schnell wurden mögliche Wirkungen untersucht?

Die Studien zu sexuellem Wohlbefinden, Perimenopause und Wechseljahresbeschwerden dauerten jeweils acht Wochen. Die PCOS-Studie lief über zwölf Wochen, die Untersuchung zur Milchbildung über 72 Stunden nach der Geburt. Aus diesen Zeiträumen lässt sich kein garantierter Wirkungseintritt für einzelne Frauen ableiten.

Belegen die Studien eine ausgleichende Wirkung auf den Hormonhaushalt?

Eine allgemeine „Hormonbalance“ ist durch die fünf Studien nicht belegt. Zwar wurden in der Perimenopausestudie Veränderungen einzelner Hormonwerte beobachtet, in anderen Untersuchungen bestanden jedoch keine signifikanten Unterschiede gegenüber Placebo. Verbesserungen von Beschwerden bedeuten daher nicht automatisch eine Normalisierung der Hormonwerte.

Was lässt sich aus der PCOS-Studie ableiten?

Die Studie zeigte Veränderungen bei der Follikelzahl, der Dicke der Gebärmutterschleimhaut und dem wahrgenommenen Stress. Bei Hormonwerten, Eierstockvolumen und Stoffwechselparametern bestanden keine signifikanten Unterschiede gegenüber Placebo. Eine verbesserte Fruchtbarkeit oder eine gesicherte Behandlung von PCOS wurde damit nicht nachgewiesen.

Wie aussagekräftig sind die Ergebnisse zur Verträglichkeit?

Die Studien liefern Informationen zur Verträglichkeit während der jeweils untersuchten Einnahmedauer. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen und kurzen Beobachtungszeiträume können sie seltene Nebenwirkungen oder Risiken einer langfristigen Einnahme nicht zuverlässig ausschließen.

Gelten die Ergebnisse für jedes Shatavari-Produkt?

Nein. Die Ergebnisse beziehen sich auf den untersuchten standardisierten Wurzelextrakt SRI-81 Shatavari® und die jeweiligen Studienbedingungen. Sie lassen sich nicht automatisch auf andere Extrakte, Wurzelpulver oder abweichende Dosierungen übertragen.

Suse Leifer ist zertifizierte Nutrition Coach, Mitgründerin der Bio-Supplement-Marke Ogaenics und „Longevity-Nerd“ mit eigener gesundheitlicher Vorgeschichte, aus der heraus Ogaenics entstand. Sie verbindet wissenschaftlich fundierte Ernährungskompetenz mit ihrer Leidenschaft für natürliche Bio-Nährstoffe und entwickelt Produkte, die ganzheitlich wirken, nachhaltig sind und höchste Qualitätsstandards erfüllen. Im Blog teilt Suse ihr Wissen über Ernährung, Gesundheit und moderne Supplement-Strategien – klar, verständlich und alltagstauglich.
Schließen
Wagen (0)

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb. Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.



WarenkorbWarenkorb 0